"Halberstädter Straße" - Goslar
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Was ist die Altlast  Halberstädter Straße?

In der Zeit von 1920 bis in die 1970er Jahre hinein wurden zwischen der Halberstädter Straße und der Oker Abfälle abgelagert.

Neben Hausmüll wurden auch Aschen, Schlacken und Schlämme aus der Industrie dort abgekippt und in Richtung Oker einplaniert.

Diese Abfälle enthalten hohe Konzentrationen von Schadstoffen, besonders Arsen. Sie wurden vorläufig mit Boden abgedeckt.

Heute wirkt die Fläche vordergründig wie ein naturnaher lichter Wald. Doch unter nur wenigen Zentimetern Boden liegen immer noch die schadstoffhaltigen Ablagerungen.

 

Warum wird die Altlast saniert?

Die Schadstoffe aus den Ablagerungen können ins Grundwasser und in die Oker ausgewaschen werden. Außerdem können sich Menschen Gesundheitsschäden zuziehen, wenn Sie mit den Ablagerungen in Kontakt kommen.

Aus beiden Gründen ist eine Sanierung der Altlast notwendig. Diese Sanierungspflicht ist nach § 4 des Bundes-Bodenschutzgesetz vorgegeben.

In diesem Fall erfolgt eine Sicherung durch Abdeckung mit Boden aus der Umgebung mit anschließender Begrünung durch ortstypische Pflanzen.

 

Sanierung durch Abdeckung mit Boden. Was bringt das?

Die Abdeckung mit 1 bis 2 Metern Boden führt zu einer deutlichen Verringerung des Sickerwassers. Pflanzen können dann ohne Kontakt zu den Ablagerungen das Wasser nutzen, was zu einer starken Verdunstung führt. Zusammen mit einer verbesserten Ufersicherung wird die Altlast vor Schadstoffausträgen in die Oker gesichert.  Auch Sie als Anwohner werden damit geschützt.

Die angelieferten Böden stammen aus der Umgebung und dürfen maximal harztypisch belastet sein. Dies bedeutet, dass die Schadstoffgehalte den typischerweise im Landkreis Goslar vorkommenden Gehalten entsprechen. Auch die Böden in Ihren Gärten sind harztypisch belastet.

Näheres findet sich in der Verordnung des „Bodenplanungsgebietes Harz im Landkreis Goslar“, die Sie unter www.landkreis-goslar.de/Umwelt/Altlasten und Bodenschutz abrufen können.

 

Wie sind Sie als Anwohner betroffen?

Die Maßnahme wurde so geplant, dass Sie als Anwohner möglichst wenig durch die Anlieferung und den Einbau des Bodes belastet werden. Die Entfernung der vorhandenen Bäume und Sträucher erfolgt jeweils nur für einzelne Teilflächen. Dabei bleibt ein Schutzstreifen zur Oker bestehen, der Sie vor Lärm– und Staubbelastungen schützt und Sichtschutz bietet. Erst kurz vor der Fertigstellung wird dieser Schutzstreifen beseitigt und dann anschließend wieder naturnah bepflanzt. Wir rechnen mit etwa 2 Jahren, die ein einzelner Bauabschnitt dauern kann. Für die Gesamtmaßnahme rechnen wir mit 10 Jahren.

Während der Maßnahme wird die Sanierungsfläche eingezäunt. Der beliebte Spazierweg entlang der Oker wird für Sie frei zugänglich sein.

Die Anlieferung und der Einbau des Bodens werden nicht das ganze Jahr über stattfinden, sondern nur in einzelnen Abschnitten von jeweils einigen Tagen.

Die Anlieferung erfolgt überwiegend von der B6n aus, führt also nicht zu einer zusätzlichen Verkehrsbelastung in Oker.

 

Wer führt die Sanierung durch?

Der Landkreis Goslar hatte verschiedene Fachfirmen zur Erstellung eines Betreiberkonzeptes aufgefordert. Am Ende dieses Verfahrens erfolgte ein Zuschlag auf das Konzept der Recycling-Park Harz GmbH. Als Betreiber führt diese Firma die Sanierungsmaßnahme nach den Vorgaben der Behörden durch und wird dabei vom Landkreis Goslar und eingesetzten Fachgutachtern überwacht.

 

Wer bezahlt die Sanierung?

Für die Maßnahme fallen geschätzte Kosten von 1,2 Mio. EUR an. Hierfür werden jedoch keine öffentlichen Mittel (Steuergelder) verwendet. Vielmehr trägt der Betreiber diese Kosten und erwirtschaftet im Gegenzug Erlöse aus der Annahme von Boden.

Link zur Harzer Erden Homepage